Wolken. Wolken. Wolken. Ich hab schon geglaubt, die Sonne
hat sich fix verabschiedet. Aber dann – wie ein Star auf der Bühne – setzt sie
sich durch. Also nix wie raus, ein Spaziergang, die Gegend erkunden.
Und dann: das Centro Comercial Faro 2. Ein Einkaufsfriedhof. Ich war erschüttert. Ein Konzept aus den 1980ern, das offenbar niemand mehr braucht. Leere Lokale, ein paar traurige Geschäfte, und der Charme von „Lost Place“. Was ist passiert und warum? Der Betonkrebs hat die Mauern befallen.
Mein Eindruck bisher: gut gepflasterte Straßen, hohe Mauern rund um Resorts – alles wirkt wie eine Welt, die sich selbst abschottet. Ein Flohmarkt tut sein Übriges zur Ernüchterung: so viel Klumpert, dass man glaubt, die 80er feiern ein Comeback. Da fehlt nur mehr der Tanztee und ein Würstelstand.
Also weiter zum Faro, ans Meer. Und plötzlich: eine wunderschöne Promenade, gesäumt von Restaurants und Geschäften. Gefällt mir! Der Hunger meldet sich. Im erstbesten Restaurant bestell ich Ravioli mit Lachs und einer undefinierbaren Sauce. Die Mikrowelle hat’s gewärmt – ich hab selten so schlecht gegessen. Die Sauce war so undefiniert wie ein Gemeinderatsbeschluss.
Zurück zur Unterkunft. Lesen am Pool. Entspannt abtauchen und vergessen.
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