Der Tag begann mit Getöse: Das Meer hat lautstark mit dem
Wind diskutiert, nur meine Terrasse blieb (zum Glück!) windstill. Nordic
Walking habe ich direkt gestrichen, ich wollte ja nicht als menschlicher
Drachen im Atlantik landen.
Robert hatte große Pläne und ein Auto organisiert. Doch kaum
waren wir in den Bergen, wurde es ungemütlich:
Die Straßen wurden von eng
immer enger. Das Wetter wurde aus Nieselregen ein ordentlicher Schütterer. Die
Hindernisse waren Steinschlag am Wegesrand.
Als Robert kurz „austreten“ musste, war der Käs’ gegessen.
Ich meinte nur: „Robert, lass gut sein. Am Pico de las Nieves schneit’s uns bei
dem Wetter sicher ein. Ob wir Winterbereifung haben, bezweifle ich“ Er gab
zerknirscht nach. Die ganze Planung für die Katz, einfach weggeschwemmt.
Zum Trost gab es Ziege für ihn und Suppe für mich in San Bartolome de Tirajana. Zurück in Maspalomas zeigten riesige Lacken, dass es auch hier
ordentlich gewaschelt hat. Jetzt hoffen wir, dass uns der Sturm morgen
wenigstens heimfliegen lässt.
Der Vollmond sagt zum Abschied leise Servus durch die
Wolken.