Wer das Lopesan Villa del Conde Resort in Meloneras besucht,
traut seinen Augen kaum: Vor einem ragt die detailgetreue Replik der Kirche von
Agüimes auf. Der zentrale Gebäudeteil mit seinen zwei markanten Türmen und der
großen Kuppel wurde ganz bewusst sakral gestaltet, doch hinter der Fassade
verbirgt sich kein Kirchenschiff, sondern das Herz des Hotels. Wo man einen
Altar vermuten würde, findet man einen eleganten Klavierflügel; ein
„Seitenaltar“ dient als Rezeption und die Bar schmiegt sich dorthin, wo eigentlich
die Orgel erklingen sollte. Es ist ein faszinierender „Fake-Innenraum“, der
gleichermaßen geschmackvoll wie herrlich dekadent wirkt.
Während Robert und ich noch über dieses Design und die Kunst
staunen, mischt sich jedoch eine gewisse Unruhe in die Urlaubsidylle. Direkt
bei den Pools, mit dem weiten Blick hinaus auf den Ozean, kommt ein Sturm auf
und verdunkelt bedrohlich den Himmel. Mit viel Glück zieht das Unwetter südlich
an Gran Canaria vorbei – schau ma amal.
Es gab etwas Regen und die Sturmwarnung blieb sanft. Das
Meer ist sehr bewegt, es scheint grantig zu sein.
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