Ein Tag in der Hauptstadt Gran Canarias ist ein echtes
Kontrastprogramm. Von der glitzernden Unterwasserwelt bis hin zu bröckelnden
Fassaden – Las Palmas zeigt viele Gesichter.
Abtauchen ohne nass zu werden im Poema del Mar. Direkt am Hafen wartet das Poema del Mar. Und ich muss sagen: Das Aquarium ist faszinierend! Es ist so riesig und beeindruckend gestaltet, dass es fast besser ist, als selbst zu tauchen. Man steht vor gigantischen Glasscheiben und vergisst glatt die Welt um sich herum. Ein absolutes Muss, wenn man in der Nähe des Las Canteras Strandes ist.
Mein Eindruck… ehrlich gesagt wirkt sie fast baufällig. Man denkt sich: Die Mutter der Heiligen Mutter Gottes hätte wahrlich etwas Prächtigeres verdient!
Während der Busfahrt fallen sie sofort ins Auge: Die architektonischen Bausünden. Ein chaotisches Mosaik aus Betonklötzen und wilden Stil-Mixen. Aber warum ist das so?
- Explosives Wachstum: In den letzten 100 Jahren schoss die Stadt unreguliert Richtung Norden. Ästhetik? Fehlanzeige. Man baute schnell und funktional.
- Der Kampf gegen das Salz: Die typischen Alufenster sind kein Design-Wunsch, sondern Überlebensstrategie. Die salzhaltige Atlantikluft frisst Holzrahmen in Rekordzeit auf.
- Die „grünen Netze“: Überall sieht man Fassaden, die in grüne Netze gehüllt sind. Das ist kein Bauschmuck, sondern eine Sicherheitsmaßnahme gegen den „Betonfraß“. Oft wurde früher minderwertiger Meeressand verbaut – heute bröckelt der Putz, und die Netze schützen Passanten vor herabstürzenden Teilen.
Fazit: Las Palmas hat viele Charaktere und einer
Geschichte, die man an jeder Fassade ablesen kann wie Falten im Gesicht.
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